Das war Are 2019 – Woche 2

Die zweite Woche in Are startete mit der Kombination der Herren – dem ersten von vier WM-Rennen von Marco Scharz. Der Kärntner galt als einer der Mitfavoriten, hatte er doch im Jänner die bisher einzige Weltcup-Kombination in Wengen für sich entscheiden können. Doch sein erster Start verlief nicht ohne Hindernisse: Aufgrund des Windes musste die Abfahrt gleich um eine Stunde nach hinten verlegt werden.  Der 23-Jährige ließ sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen und platzierte sich auf dem aussichtsreichen 21. Rang, was eine gute Startnummer für den Slalom bedeutete. In der Entscheidung gingen der Slowene Stefan Hadalin und der Franzose Alexis Pinturault vor ihm ins Rennen und konnten mit starken Läufen überzeugen.  Marco blieb im Slalom zwar hinter seinen Möglichkeiten, kam aber als Dritter ins Ziel. Dann begann auf der Tribüne und im Zielraum das große Bangen. Sein Fanclub war mit acht Leuten aus Radenthein angereist und sorgte für tolle Stimmung im Ziel. Die sichtlich schlechter werdenden Piste musste viele der nachfolgenden Läufer Tribut zollen Und alle  mussten im verkürzten Slalom viel Zeit auf das Führungstrio hinnehmen. Erst nach dem Abfahrts-Führenden Dominik Paris war es Gewissheit: Das Zittern hat sich gelohnt! Marco gewinnt seine erste WM-Medaille! Somit hatte der Radentheiner gleich im ersten Rennen eine Medaille gemacht und konnte in seinen weiteren Bewerben befreit auffahren.

Von den entscheidenden Momenten hat der Fanclub Marco Schwarz ein bewegendes Video!

Die zweite Chance bot sich ihm bereits am nächsten Tag im Teambewerb, in dem sich Österreich berechtigte Hoffnungen auf eine weitere Medaille machen konnte. Wie schon bei den Olympischen Spielen war Marco Schwarz Teil des rot-weiß-roten Teams. Im Achtelfinale gegen Argentinien und im Viertelfinale gegen die Slowakei konnten die Österreicher problemlos mit vier Siegen aus vier Rennen aufsteigen. Mit Italien wartete im Halbfinale der erste harte Brocken, doch auch diese Hürde konnte das ÖSV-Team aufgrund der besseren Zeit meistern. Das hieß: Finale voraus! Dort warteten die Schweizer Eidgenossen mit dem bärenstarken Ramon Zenhäusern, gegen den Marco im entscheidenden Lauf antreten musste. Der Schweizer legte Laufbestzeit in den Schnee und freute sich mit seinem Team über Gold, Österreich holte sich Silber.

Nach einem Ruhetag am Mittwoch war am Donnerstag auch der erste Einsatz für Bernadette Schild gekommen. Im Riesentorlauf schied die Saalfeldnerin schmerzhaft aus. Sie kam zu Sturz und kollidierte mit der Torstange. Mit verschmerztem Gesicht gab sie aber gleich Entwarnung für ihre Spezialidisziplin, den Slalom: „Es tut natürlich schon einiges ein bisschen weh, aber nichts, was ich zum Slalomfahren brauche.“ Im Riesentorlauf gab es dann am Ende wieder Grund zu jubeln für die UNIQA Skifamilie. Petra Vlhova schnappte sich ihre zweite Medaille und diesmal in der schönsten Farbe! Sie fuhr vor Viktoria Rebensburg und Mikaela Shiffrin zu Gold.

Im Riesentorlauf der Herren sorgte erneut Marco Schwarz für Begeisterung. Nach dem 16. Rang im ersten Lauf zauberte er Laufbestzeit im zweiten Durchgang in den Schnee und verbesserte sich so auf den 5. Platz – sein bisher bestes Riesentorlauf-Ergebnis überhaupt! Gold ging an den Norweger Henrik Kristoffersen, Marcel Hirscher holte mit Silber die nächste österreichische Medaille.

Im letzten Damenbewerb auf dem Areskutan gab es für die österreichischen Ladies leider wieder nichts zu holen. Zwar zeigte das Team eine geschlossen starke Leistung, doch es reichte nicht für die vorderen drei Plätze. Diese holten sich nämlich die Top-Favoritin Mikaela Shiffrin, die Lokalmatadorin Anna Swen Larsson und Petra Vlhova! Petra konnte ihre Medaillensammlung komplettieren und fuhr mit Gold, Silber und Bronze nach Hause.

Der abschließende Slalom der Herren sollte den Höhepunkt der Weltmeisterschaft markieren. Nach dem ersten Durchgang waren gleich vier Österreicher unter den Top 5. Einer von ihnen war wieder Marco Schwarz, der zur Halbzeit den dritten Rang belegte. Im zweiten Lauf begann erneut das große Zittern. Michael Matt legte als Halbzeit-Vierter einen starken Lauf hin und führte, als Marco ins Rennen ging. Nach kleinen Fehlern kam er mit 0,11 Hunderstel Rückstand als Zweiter ins Ziel. Somit hieß es abwarten, was Alexis Pinturault als Zweiter machte. Er leistete sich einen schweren Fehler und verlor viel Zeit. Schließlich kam er als Dritter ins Ziel, was die fixe Medaille für Marco und auf jeden Fall einen österreichischen Doppelsieg bedeutete! Ganz oben stand nämlich nur noch einer: Marcel Hirscher. Und der hatte im ersten Durchgang einen wahren Traumlauf hingelegt. Mit seiner Routine brachte er den Vorsprung ins Ziel und fixierte somit dein rot-weiß-roten Dreifacherfolg im schwedischen Schnee!

Marco Schwarz konnte die WM mit drei Medaillen (1x Silber im Team. 2x Bronze in Kombi und Slalom) beenden. Nachdem er gleich nach der WM im Paralellslalom in Stockholm den dritten Platz holte, hatte er sich im Gesamtweltcup schon auf den vierten Rang nach vorne gearbeitet. Leider folgte darauf die schwere Knieverletzung in der Kombination von Bansko am Wochenende darauf. Die gesamte UNIQA Skifamilie wünscht ihm eine schnellstmögliche Genesung und nur das Beste für sein Comeback zwischen den Torstangen!

Auf www.ski4UNIQA.at werden im Laufe der Zeit noch viele weitere Höhepunkte der Karrieren unserer Skistars vorgestellt. Wir versorgen euch mit persönlichen Anekdoten und Background-Infos – also: dranbleiben und regelmäßig vorbeischauen.