Rennerinnerungen mit Marlies Raich

Marlies Raich (geb. Schild) hat die Slalomdisziplin beherrscht, wie kaum eine andere Läuferin ihrer Generation. Im UNIQA Tower erzählt sie von ihren liebsten Rennerinnerungen.

Welche Erinnerungen hast du an dein erstes Weltcup-Rennen in Sestriere?

–Das ist eine schöne Erinnerung. Am Foto sieht man, dass unser Style noch sehr ausbaufähig war. In Sestriere habe ich mich beim ersten Rennen gleich auch das erste Mal qualifiziert und Punkte geholt. Das sind Momente, die vergisst man nie.

Hattest du ein Ritual vor einem Rennen oder Glücksbringer?

Es war vor dem Start immer ein bisschen Platz zum Einfahren, danach hatte ich genau meine Uhrzeit, bevor ich zum Start gegangen bin. Das war meistens eine Viertelstunde, 20 Minuten vorher. Ich habe mich oberhalb vom Start aufgewärmt und den Lauf visualisiert, bevor ich die Ski angezogen habe und bin gefahren. So habe ich mir immer ein Gefühl für das Rennen geholt.

In der Flachau konntest du zwei Mal gewinnen. Was ist für dich das Besondere an den Rennen im Salzburger Land?

Die Atmosphäre natürlich. Ich habe Nachtrennen generell sehr geliebt. Es ist mittlerweile ein Damenklassiker, es sind viele Zuschauer, die Leute sind begeistert, die Stimmung ist gut. Man fährt in den Kessel runter, das ist schon etwas Besonderes. Berni konnte dort Anfang des Jahres auch ein super Rennen zeigen, das liegt wohl in der Familie.

Wo bist du am liebsten Rennen gefahren?

Einerseits natürlich in Österreich, weil viele Zuschauer gekommen sind und sie mit Begeisterung mitfiebern. Ich bin da auch immer sehr gut gefahren. Und ein Hang, der mir extrem getaugt hat, ist in Frankreich, in Courchevel. Da bin ich auch immer gerne hingefahren.

Welche Erinnerungen hast du an dein letztes Rennen in Lenzerheide?

Ich habe irgendwie gewusst, dass es mein letztes Rennen ist. Zwar habe ich mir dann noch Zeit gegeben, um zu entscheiden, aber ich hatte es schon im Gefühl. Mein Servicemann hat es gewusst, die Physio am Start hat es gewusst, also ein bisschen haben es alle gespürt. Am Start waren alle ein bisschen den Tränen nahe. Ein Podium war es auch noch, also der Abschluss war schon ok (Anm. 3. Platz im Slalom).

Auf www.ski4UNIQA.at werden im Laufe der Zeit noch viele weitere Höhepunkte der Karrieren unserer Skistars vorgestellt. Wir versorgen euch mit persönlichen Anekdoten und Background-Infos – also: dranbleiben und regelmäßig vorbeischauen.